Wasser: Zahlreiche nachhaltige Wachstumschancen in der Pipeline

  • 10 Januar 2023 (5 Minuten Lesezeit)

Im Überblick:

  • Milliarden von Menschen weltweit haben schlechten oder keinen Zugang zu Wasser.1
  • Die Rufe nach mehr Regulierung und Gesetzen werden lauter.
  • Unternehmen, die Wasseraufbereitung, -management und -analysen anbieten, könnten für Investoren interessant sein.

Immer mehr Investoren werden sich bewusst, wie wertvoll Naturkapital ist und wie unsere Zukunft als Weltgemeinschaft und die Wirtschaft davon abhängen, dass wir die Artenvielfalt erhalten und schützen. Dazu muss man Unternehmen finden, die einen echten und messbaren positiven Beitrag dazu leisten, das Artensterben zu bremsen und zu verhindern.

Da Wasser für die meisten Lebensformen auf der Erde ein essenzielles Gut ist, müssen wir es verantwortungsvoll nutzen und verteilen, um die Artenvielfalt zu erhalten. In den letzten Jahren hat sich diese Erkenntnis durchgesetzt, sodass Regierungen und Unternehmen auf den Druck reagieren, nachhaltiger mit Wasser umzugehen. Aufgrund von Entwicklungen wie dem Infrastructure Bill, das 2021 in den USA erlassen wurde, könnten Wasser- und Infrastrukturunternehmen, die dadurch gefördert werden, wieder langfristig wachsen – und zudem der Artenvielfalt erheblich nutzen.2 Unterstützt wird diese These auch von den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Sie unterstreichen die Bedeutung von Wasser für das gesamte Ökosystem. Nur 3% der Wasserressourcen auf der Erde ist Süßwasser. Der Anteil von Trinkwasser ist sogar noch niedriger. Deshalb wird es weltweit immer dringlicher, die Wassermenge für vielfältige Nutzungsarten zu erhöhen.3 Wir halten Wasser für einen der am meisten unterschätzten Rohstoffe auf der ganzen Welt. Durch neue Regulierungen und politische Entwicklungen ändert sich das jetzt.

Drei Faktoren, die zusammen viel leisten können

Dank der Impact-Investing-Kompetenz von AXA IM und unserer Zusammenarbeit mit Iceberg Data Lab können wir anhand detaillierter und glaubwürdiger Kennzahlen gezielt in Unternehmen investieren, die am meisten zum UN-Nachhaltigkeitsziel Nummer 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) beitragen können. Um systemische, positive und einander verstärkende Wirkungen zu erzielen, muss das Problem der Wasserknappheit von drei Seiten angegangen werden: Management der Wasserverfügbarkeit, Zugang zu nachhaltigen Wasserquellen sowie Wasserqualität und -sicherheit.

Xylem ist ein Wassertechnologieanbieter, der Lösungen für die Lieferung und Nutzung von Trinkwasser sowie die Wasseraufbereitung für die Industrie bereitstellt. Der grösste Teil seines Umsatzes entfällt auf Wasserinfrastruktur zur Sammlung, Aufbereitung und Verteilung von Abwasser. Das Unternehmen bietet aber auch Wasserlösungen und -dienstleistungen für Geschäftshäuser, Wohnimmobilien und die Industrie sowie intelligente Wasseruhren und Analysen. Weil Xylem viel in Forschung und Entwicklung investiert, kann es fortschrittliche Systeme für eine effizientere Wassernutzung und zur Verminderung von Wasserverschwendung durch veraltete Wasserleitungen oder ungenaue Messgeräte entwickeln. Weil die Wassernachfrage mit der Bevölkerung weltweit steigt, werden Schätzungen zufolge 2050 sechs Milliarden Menschen schlechten oder keinen Zugang zu Trinkwasser haben. Auch deshalb muss so wenig Wasser wie möglich verschwendet werden.4 Xylems Ergebnisse im 3. Quartal waren vielversprechend, sodass die Prognose für das Gesamtjahr angehoben wurde. Zudem könnte das Unternehmen erfreulicherweise von der steigenden Nachfrage aus den Emerging Markets profitieren.

Auch Evoqua bietet Lösungen für einen besseren Zugang zu Wasser und zur Verhinderung von Wasserverschwendung. Sein Geschäftsmodell besteht aus Wassermanagement und -aufbereitung im Auftrag von Unternehmen über den gesamten Wasserzyklus. Entscheidend ist, dass Evoqua in der Lage ist, Zu- und Abwässer für verschiedene Zwecke aufzubereiten, auch in Trinkwasserqualität. Ebenso interessant sind die Systeme zur Rückführung oder Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser in die Umwelt. Weil Evoqua Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihren Wasserfussabdruck zu verkleinern und damit einen Beitrag zum UN-SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) zu leisten, dürfte die Nachfrage nach seinen Leistungen steigen, zumal nachhaltigkeitsorientierte Verbraucher Unternehmen zunehmend unter Druck setzen und es für diese immer schwerer wird, hohe Standards einzuhalten.5

Ecolab ist Weltmarktführer in den Bereichen Wasser, Hygiene und Infektionsprävention. Das Unternehmen hat mehrere Sparten und unterschiedliche Kunden, unter anderem aus der Industrie, auf die der grösste Teil seines Umsatzes entfällt. Zudem bietet es spezielle Reinigungs- und Desinfektionsmittel für den Einsatz in verschiedenen Bereichen wie dem Hotel- und Gastgewerbe, öffentlichen und Bildungseinrichtungen und Gesundheits- und Pharmaunternehmen. Wie alle in der Wasserbranche tätigen Unternehmen profitiert Ecolab von der steigenden Nachfrage nach Wassermanagementleistungen. Hinzu kommen die Grösse und Innovationen seiner wichtigsten Sparte für Wasseraufbereitung und Wassermanagementleistungen für internationale Industrieunternehmen.6 Ausserdem dürften Unternehmen immer häufiger ins Visier von internationalen Organisationen geraten, die sich den Artenschutz auf die Fahne geschrieben haben. Darauf werden vermutlich Regierungen und Verbraucher – und damit auch Investoren – reagieren. Firmen, die vor dem Hintergrund der zunehmenden Wasserknappheit Lösungen für das komplexe Thema eines optimalen Wassermanagements bieten, dürften sich positiv abheben können.7 Hinzu kommt, dass aus unserer Sicht auch Richtlinien wie die TNFD (Taskforce on Nature-related Financial Disclosures), die 2023 in Kraft treten werden, zeigen, wie wichtig Unternehmen wie Ecolab sind, weil der Wasserverbrauch ihrer Kunden und deren Umgang mit dem Rohstoff Wasser immer genauer unter die Lupe genommen werden. 

Unternehmen, die Wasseraufbereitung und -management anbieten, sind in der Lage, immer effizientere Lösungen zu entwickeln, um sowohl die Qualität der bestehenden Wasserinfrastruktur zu verbessern als auch die Nutzung dieses immer wertvolleren Rohstoffs zu optimieren. Ihr Erfolg hängt aber von sorgfältigen Analysen und Tests ab, um sowohl Risiken zu erkennen als auch die Qualität von frischem und aufbereitetem Wasser zu kontrollieren und sicherzustellen, dass es für den vorgesehenen Zweck ausreichend frei von Verunreinigungen ist. Hier kommt Eurofins Scientific ins Spiel, ein führender Anbieter von Analyseleistungen und einem Netzwerk aus 900 Laboren in 54 Ländern, der weltweit tätig ist. Mit seiner umfassenden Kompetenz für Analysen schützt das Unternehmen nicht nur die Gesundheit von Menschen, sondern bietet zudem anderen Firmen die Grundlage für die Entwicklung bahnbrechender Lösungen zur Lagerung und Aufbereitung von Wasser, das sonst verschwendet worden wäre oder Krankheiten verursacht hätte. Diese Analyseangebote sind deshalb eine Voraussetzung dafür, dass Anbieter innovativer Wassermanagement und -aufbereitungsleistungen sicherstellen können, dass die Wasserqualität stets den offiziellen Richtwerten entspricht.

 

Die gezeigten Unternehmen dienen nur zur Illustration. Stand 9. Januar 2023. Dieses Dokument ist kein Investmentresearch und keine Finanzanalyse im Zusammenhang mit Transaktionen von Finanzinstrumenten. Es ist auch kein Angebot, irgendeine Anlage oder ein Produkt zu kaufen oder eine Leistung in Anspruch zu nehmen. Auch darf es nicht als Aufforderung oder Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung, als Empfehlung für eine Anlagestrategie oder als individuelle Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren betrachtet werden.

Risiken

Der Erfolg unserer Aktienstrategien wird nicht garantiert. Investoren können ihr investiertes Kapital ganz oder teilweise verlieren. Unsere Strategien unterliegen Risiken, darunter auch, aber nicht nur den folgenden: Aktien, Emerging-Market-Anlagen, internationale Investments, Anlagen in kleine und/oder sehr kleine Unternehmen, Anlagen in bestimmten Sektoren oder Assetklassen, Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko, rechtliche Risiken, Bewertungsrisiko, operatives Risiko und Basiswertrisiko.

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