Die Metaversum-Akademie: Sozialer Austausch
Das nächste wichtige Metaversum-Thema ist der soziale Austausch. Hier betrachten wir nicht nur die enorme Verbreitung der sozialen Medien. Wir untersuchen auch, wie durch den Einzug der virtuellen und erweiterten Realität (Augmented Reality, kurz AR) in unseren Alltag und deren Akzeptanz diversifizierte und innovative Chancen für Investoren entstehen.
Die Gaming-Generation: Von MySpace zum Metaversum
Genauso wie bei den Onlinespielen, über die wir in unserem vorherigen Artikel geschrieben haben, steht auch beim Thema sozialer Austausch die wachsende Zahl an Investmentchancen in einem engen Zusammenhang mit der Verfügbarkeit moderner Internetinfrastruktur und Wi-Fi sowie mit der Entwicklung und der Erschwinglichkeit von Endgeräten, die schnell und leistungsfähig genug sind, um die Nutzung der sozialen Medien in Echtzeit möglich und angenehm zu machen. Die Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Medien haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Ältere Millennials erinnern sich vielleicht gerne an die frühen Messageboards und textbasierten Nachrichtenplattformen wie AOL, Yahoo!, MSN und die ersten Tage der Blog-Kultur zurück, zu denen sie sich noch mit einem Modem ins Internet einwählen mussten. Für die Generation Z (geboren zwischen 1997 und 2012), die mit weitaus anspruchsvolleren und allgegenwärtigen sozialen Medien aufgewachsen ist, sieht die Welt ganz anders aus. Damals waren die sozialen Medien eine Neuheit, heute sind sie Normalität. Und die Konsumenten von heute und morgen würden ohne sie vielleicht nur schwer zurechtkommen.
Meta Platforms bzw. Facebook war nicht das erste Social-Media-Netzwerk, aber seine Entwicklung im Jahr 2004 und seine Verbreitung ab 2006 haben dazu beigetragen, den aufkommenden Trend zum digitalen sozialen Austausch zu beschleunigen. Mark Zuckerbergs Baby profitierte vom Erfolg von MySpace, einem der ersten sozialen Netzwerke, das die Einbindung von Musik und Videos ermöglichte, und LinkedIn, dem seit Langem und noch immer bestehenden Netzwerk für Berufstätige, das auf echte Namen und Kontaktdaten setzt und nicht auf Anonymität.
Begeisterte Follower von #fashion
Unternehmen, die ihre Aktivitäten in den sozialen Medien früher auf Werbung oder gesponserte „Influencer“ beschränkten, entdecken mit den wachsenden Möglichkeiten des Metaversums dynamischere und gezieltere Wege, mit Konsumenten in Kontakt zu treten. Das ist kein neues Konzept. Der Prototyp der AR-Brille von Google (Alphabet), ein bahnbrechendes Metaversum-Projekt, kam bereits Anfang 2013 auf den Markt. Dass das Produkt nur mässig erfolgreich war, liegt daran, dass es zu einem sehr hohen Preis verkauft wurde und seiner Zeit voraus war. Zudem war damals das Interesse an sperriger Technologie mit noch kaum nutzbaren Eigenschaften gering.
HYBE, Eigentümer der in Korea ansässigen mobilen App- und Internetplattform Weverse, die sich auf Multimedia spezialisiert hat und die Kommunikation zwischen Musikern und Fans ermöglicht, will mit seinem Joint Venture mit dem Visual-Effects-Unternehmen Giantstep und NFT-Angeboten ebenfalls diese Richtung einschlagen. Einige befinden sich bereits in der Entwicklung.
Das Metaversum sollte man „liken“
Natürlich können nicht nur Einzelhandelsunternehmen vom Potenzial des Metaversums profitieren. Kommunikation ist heute viel mehr als Ton und Text, und wenn sich die Menschen an eine immersive virtuelle Realität gewöhnt haben, wird es noch viel mehr Möglichkeiten geben. Zum Thema Onlinespiele haben wir bereits Tencent Holdings genannt. Das Unternehmen hat zahlreiche bekannte Spiele im Programm, ist aber auch in den sozialen Medien sehr präsent, vor allem an seinem Heimatmarkt China. Mit einem Potenzial von über einer Milliarde Menschen, die seine Instant-Messaging- und Mobile-Voice-Apps Tencent QQ und WeChat nutzen, könnte das Unternehmen ein interessantes Investment sein.
Ein weiteres Phänomen, das Einzug in den Alltag des 21. Jahrhunderts gehalten hat, ist das Onlinedating. Der CEO von Tinder, der bei der Generation Z beliebtesten Datingplattform, hat bereits Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass jüngere Nutzer eine immersivere Erfahrung wünschen, die eine Verbindung zu anderen Plattformen wie Onlinespielen und Musikstreaming ermöglicht.
Die Macht der Influencer
Soziale Medien sind inzwischen so weit verbreitet und Teil unseres Lebens, dass man leicht unterschätzt, wie viele Möglichkeiten sich aus der bestehenden und künftigen Nutzerbasis ergeben, um die wachsenden und aufregenden Chancen des Metaversums voll auszuschöpfen. Das Metaversum ist viel mehr als Spass und Spiele. In unserem nächsten Artikel befassen wir uns damit, wie das Metaversum unsere Arbeit und die Industrie verändert.
Die gezeigten Unternehmen dienen nur zur Illustration. Stand 8. September 2022. Dieses Dokument ist kein Investmentresearch und keine Finanzanalyse im Zusammenhang mit Transaktionen von Finanzinstrumenten. Es ist auch kein Angebot, irgendeine Anlage oder ein Produkt zu kaufen oder eine Leistung in Anspruch zu nehmen. Auch darf es nicht als Aufforderung oder Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung, als Empfehlung für eine Anlagestrategie oder als individuelle Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren betrachtet werden.
Rechtliche Hinweise
Die Informationen dieser Internetseite richten sich an Anleger mit Sitz in der Schweiz.
Für die unberechtigte Nutzung der Internetseite übernimmt AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe) keine Haftung.
Diese Webseite dient ausschliesslich Werbe- und Informationszwecken. Die publizierten Informationen und Meinungsäusserungen werden ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bereitgestellt. Die in diesem Dokument von AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe) zur Verfügung gestellten Informationen, Daten, Zahlen, Meinungen, Aussagen, Analysen, Prognose- und Simulationsdarstellungen, Konzepte sowie sonstigen Angaben beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung und können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe) übernimmt keine Gewährleistung (weder ausdrücklich noch stillschweigend) für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der publizierten Informationen und Meinungsäusserungen. AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe) ist insbesondere nicht verpflichtet, nicht mehr aktuelle Informationen zu entfernen bzw. diese ausdrücklich als solche zu kennzeichnen. Soweit die in diesem Dokument enthaltenen Daten von Dritten stammen, übernimmt AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe) für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Angemessenheit dieser Daten keine Gewähr, auch wenn nur solche Daten verwendet werden, die als zuverlässig erachtet werden.
Die Angaben auf der Internetseite der AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe) stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen allein aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheidungen gefällt werden. Vor jeder Investitionsentscheidung sollte eine ausführliche und an der Kundensituation ausgerichtete Beratung erfolgen.
Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr und ist kein Indikator für zukünftige Anlageergebnisse und/oder die zukünftige Wertentwicklung oder Rendite einer Anlage. Wert und Rendite einer Anlage können steigen oder fallen und werden nicht garantiert.
AXA Investment Managers Schweiz AG (Teil der BNP Paribas Gruppe)
___________________________________________________
AXA IM und BNP Paribas AM fusionieren und optimieren ihre Rechtsstrukturen schrittweise, um eine einheitliche Struktur zu schaffen.
AXA Investment Managers gehört seit Juli 2025 zur BNP Paribas Gruppe. Nach der Fusion von AXA Investment Managers Paris und BNP Paribas Asset Management Europe sowie deren jeweiligen Holdinggesellschaften zum 31. Dezember 2025 firmiert das fusionierte Unternehmen nun unter dem Namen BNP Paribas Asset Management Europe.