Take Two: Aktien auf neuen Rekordhochs, schwaches Wirtschaftswachstum im Euroraum
Alles Wichtige auf einen Blick
Dank einer Rallye von Tech-Aktien stiegen der S&P 500, der Nasdaq und der japanische Leitindex Nikkei 225 letzte Woche auf neue Höchststände. Allerdings legte auch die US-Inflation wegen des Ölpreisanstiegs infolge des Irankriegs im April auf ein 3-Jahres-Hoch von 3,8% zu (nach 3,3% im März). Die ohne Lebensmittel- und Energiepreise berechnete Kerninflation zog von 2,6% auf 2,8% an, was die Hoffnungen auf eine US-Leitzinssenkung dämpfte. Unterdessen wies die Internationale Energieagentur darauf hin, dass die weltweiten Ölreserven in Rekordtempo schrumpfen, da der Krieg in Nahost die Lieferungen nach wie vor behindert.
Nachrichten aus aller Welt
Die Euroraumwirtschaft ist im 1. Quartal 2026 nur moderat gewachsen, da höhere Energiepreise und weltpolitische Unsicherheit die Dynamik bremsten. Einer vorläufigen Schätzung zufolge stieg das BIP der Währungsgemeinschaft um 0,1% und damit langsamer als im Vorquartal (0,2%). Auch die britische Wirtschaft ist im 1. Quartal gewachsen und übertraf mit 0,6% gegenüber 0,2% im Vorquartal die Erwartungen. In China legte die Verbraucherpreisinflation von 1% p.a. im März auf 1,2% p.a. im April zu. Der chinesische Erzeugerpreisindex stieg kräftig – von 0,5% im März auf 2,8% im April, die höchsten Rate seit Juli 2022.
Zahl im Fokus: 50 Milliarden Tonnen
Rund 50 Milliarden Tonnen Sand werden jährlich verbraucht, um die wachsende Nachfrage nach Infrastruktur zu decken. Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge wird damit mehr von diesem Rohstoff abgebaut, als in der Natur entstehen kann. Sand wird zu Beton, Asphalt, Glas und weiteren Materialien verarbeitet. Allein die Sandnachfrage der Bauwirtschaft dürfte bis 2060 um 45% steigen. Wenn Sand in seinem natürlichen Ökosystem bleibt, erfüllt er wichtige Funktionen. Beispielsweise trägt er zur Artenvielfalt bei, filtert Wasser und schützt Küsten vor Erosion. Die UN warnte, dass der nicht nachhaltige Abbau weltweit Ökosysteme und Existenzgrundlagen gefährde, sagte aber auch, dass ein Gegensteuern möglich sei.
Grafik der Woche
In der allmählich auslaufenden Berichtssaison für das 1. Quartal lagen die Finanzergebnisse weit über den Erwartungen, insbesondere in den USA. Beim S&P 500 stiegen die Gewinne gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 20%. Technologieunternehmen verzeichneten erwartungsgemäss einen enormen Gewinnanstieg, doch auch in den anderen Sektoren war das Wachstum solide. Die Gewinnüberraschungen, also der Anteil der Ergebnisse, die über den Prognosen lagen, beliefen sich auf 10%. Gewöhnlich liegt diese Rate bei 3% bis 4%. Auch in Europa war die Finanzentwicklung erfreulich. Die Region konnte jedoch nicht mit den US-Zahlen mithalten. Die Gewinne wuchsen nur halb so stark und quasi in nur zwei Sektoren: Finanzdienstleistungen und Energie. Dennoch wurden deutlich höhere Gewinne vermeldet, als erwartet.
Wissenswert
Most: Forschende haben eine möglicherweise günstige und emissionsfreie Lösung zur Wärmeerzeugung entdeckt, die an jedem Ort der Welt zur Verfügung gestellt werden könnte. Die „Most“-Technologie – für Molecular Solar Thermal – beruht auf Molekülen, die sich so modifizieren lassen, dass sie unter Sonneneinstrahlung ihre Form verändern und dadurch über längere Zeiträume Energie speichern können. Kehren sie in ihre ursprüngliche Form zurück, geben die Moleküle die Energie wieder ab. Noch gibt es jedoch eine Reihe an Hindernissen, etwa bei der Energiespeicherung und -übertragung. Die Moleküle lassen sich derzeit nur in flüssiger Form aufbewahren, was komplexe Pumpsysteme für das Verfahren unentbehrlich macht.
Das bringt die Woche
Am Dienstag werden eine Vorabschätzung des japanischen BIP-Wachstums im 1. Quartal, britische Arbeitslosenzahlen sowie die aktuelle Inflationsrate in Kanada veröffentlicht. Am Mittwoch folgen April-Inflationsdaten aus Grossbritannien und dem Euroraum sowie das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank. Eine Reihe vorläufiger Einkaufsmanagerdaten werden für Donnerstag erwartet, etwa für Japan, den Euroraum, Grossbritannien und die USA. Am Freitag berichtet Japan über Inflationsdaten, und Deutschland gibt eine vorläufige Schätzung seines BIP-Wachstums im 1. Quartal bekannt.
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