Take Two: Euroraum-BIP im 4. Quartal gestiegen, japanische Aktien auf neuem Allzeithoch
Alles Wichtige auf einen Blick
Die Euroraum-Wirtschaft ist einer zweiten offiziellen Schätzung zufolge im 4. Quartal um 0,3% gewachsen. Diese Rate deckt sich sowohl mit der ersten Schätzung als auch mit dem BIP-Anstieg im 3. Quartal. Insgesamt beläuft sich das für 2025 geschätzte Wachstum der Region damit auf 1,5%, nach 0,9% im Jahr 2024. Ausserdem wurde gemeldet, dass letztes Jahr deutlich mehr in europäische Start-ups in den Branchen künstliche Intelligenz und Rüstungstechnologie investiert wurde. So legten die Risikokapital-Investitionen in Europa laut Pitchbook im Jahresvergleich um 5% auf 66 Milliarden Euro zu. Über 35% aller europäischen Risikokapital-Transaktionen (rund 23,5 Mrd. Euro) betrafen Projekte mit KI-Bezug.
Nachrichten aus aller Welt
Nach dem Erdrutschsieg von Premierministerin Sanae Takaichi in einer vorgezogenen Wahl am 8. Februar stieg der japanische Aktienmarkt letzte Woche auf ein neues Rekordhoch. Anleger setzen darauf, dass der Erfolg von Takaichis Liberaldemokratischer Partei (LDP) ein Konjunkturpaket mit einer Reihe wirtschaftsfreundlicher Massnahmen beschleunigen könnte. Mit dem Wahlergebnis sicherte sich die LDP eine qualifizierte Zwei-Drittel-Mehrheit im Unterhaus. Das war seit der Gründung des japanischen Parlaments in seiner heutigen Form im Jahr 1947 noch keiner Partei im Alleingang gelungen. In China hat sich die am Verbraucherpreisindex gemessene Inflation im Januar auf eine unerwartet niedrige Jahresrate von 0,2% abgekühlt. Noch im Dezember hatte die Teuerung 0,8% betragen.
Zahl im Fokus: 660 Milliarden Dollar
Berichten zufolge dürften allein die vier Big Tech-Unternehmen Amazon, das Google-Mutterunternehmen Alphabet, Microsoft und Meta Platforms in diesem Jahr rund 660 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur investieren. Das ergibt sich aus ihren Investitionsplänen, die sie kürzlich zusammen mit den Quartalsergebnissen bekanntgaben. Nach Einschätzungen von Analysten werden sie deshalb möglicherweise mehr Unternehmensanleihen emittieren (Alphabet etwa hat letzte Woche ein Papier mit hundertjähriger Laufzeit begeben), Kapital an den Aktienmärkten aufnehmen, ihre Barreserven abbauen oder weniger Kapital an ihre Aktionäre zurückfliessen lassen werden. Bedenken darüber, ob das Gewinnpotenzial von KI tatsächlich so gross ist, dass sich die Investitionen bezahlt machen werden, waren einer der Gründe für die Schwankungen der Tech-Aktienkurse.
Grafik der Woche
Mit überraschend starken Daten für die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft im Januar liegt nun ein weiteres Anzeichen für eine Stabilisierung des US-Arbeitsmarkts vor. Dass jedoch kaum Stellenzuwächse zu verzeichnen sind, ist ein weiterer Beleg für die nur langsame Schaffung neuer Arbeitsplätze und einer nachlassenden Arbeitsplatzsicherheit. Insgesamt weisen diese Zahlen auf ein geringes Vertrauen hin, das sich auch in der niedrige Kündigungsrate von 2% widerspiegelt. Sie legt nahe, dass Arbeitnehmer vor dem Ausstieg aus einer Beschäftigung zurückschrecken, weil sie fürchten, keine neue Stelle zu finden. Durch KI-getriebene Produktivitätszuwächse sinkt die Nachfrage nach Arbeitskräften, was die Befürchtung schürt, dass die Wirtschaft wachsen könnte, ohne dass neue Stellen geschaffen werden. Sowohl die schwachen Beschäftigungsaussichten als auch die geringe Zuversicht könnten die Stabilität der US-Wirtschaft schon bald infrage stellen.
Wissenswert:
Wasserbankrott: Ein schwerer und anhaltender Wassermangel mit unumkehrbaren Schäden an zentralen Stellen des Wasserkreislaufs wie Feuchtgebieten und Seen. Nach einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen befindet sich die Welt „nicht länger nur in einer Wasserkrise, sondern in einem Zustand des globalen Wasserbankrotts“. Derzeit sind demnach rund vier Milliarden Menschen mindestens einen Monat pro Jahr von schwerer Wasserknappheit betroffen. Zugleich entstehen durch Dürren jährlich Kosten in Höhe von rund 307 Milliarden US-Dollar. Zudem sind über die Hälfte der grossen Seen der Welt seit den 1990ern geschrumpft und 35% aller natürlichen Feuchtgebiete seit 1970 verloren gegangen. Die UN mahnten Massnahmen an, um die natürlichen Ressourcen zu schützen und in ihre Regenerierung zu investieren.
Das bringt die Woche
Am Montag stellt Japan eine vorläufige Schätzung seines BIP-Wachstums im 4. Quartal vor. Für Dienstag werden der neueste ZEW-Konjunkturindex für den Euroraum sowie kanadische Inflationsdaten erwartet, gefolgt von britischen Inflationszahlen am Mittwoch. Ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank Fed das Protokoll ihrer jüngsten Sitzung, auf der die Währungshüter die Zinsen in einem Band von 3,5% und 3,75% belassen hatten. Am Freitag schliesslich erscheinen Einkaufsmanagerdaten aus Schnellschätzungen für Japan, den Euroraum, Grossbritannien und die USA.
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