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Take Two: IWF hebt globale Wachstumsprognose an; Anstieg der Renditen in Japan


Alles Wichtige auf einen Blick

Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2026 auf 3,3% angehoben. Im Oktober war er noch von nur 3,1% ausgegangen. Wachstumsfaktoren seien insbesondere China und die USA sowie Investitionen in künstliche Intelligenz. Für 2027 gehen die IWF-Volkswirte von einem leichten Rückgang auf 3,2% aus. Sie warnten jedoch vor Risiken aufgrund der hohen Konzentration der Investitionen auf den Technologiesektor und der anhaltenden Handelsstörungen. Unterdessen wurde für das BIP-Wachstum der USA im 3. Quartal ein Anstieg auf 4,4% p.a. gemeldet. Damit wuchs die US-Wirtschaft so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr und legte auch gegenüber den 3,8% im 2. Quartal deutlich zu.

Nachrichten aus aller Welt

In Japan sind die Renditen von Anleihen mit ultralangen Laufzeiten letzte Woche auf über 4% gestiegen – den höchsten Stand seit über drei Jahrzehnten. Im Zuge eines Ausverkaufs japanischer Papiere stieg die Rendite 40-jähriger Staatsanleihen, nachdem Premierministerin Sanae Takaichi Neuwahlen im Februar ankündigte. Anschliessend gab die Rendite jedoch wieder nach. Nach einem Inflationsrückgang von 2,9% im November auf 2,1% im Dezember liess die Bank of Japan ihren Leitzins unverändert. Im Euroraum wurde im Dezember eine Jahresinflation von 1,9% gemessen. Der Wert lag unter der Schnellschätzung (2,0%) und den im November gemeldeten 2,1%. In den USA lag die Kerninflation der Verbraucherpreise – an der sich die US-Notenbank Fed orientiert – mit 2,8% weiter über der Zielrate.

Zahl im Fokus: 5%

Die chinesische Wirtschaft ist 2025 um 5% gewachsen und hat damit das offizielle Ziel der Regierung erreicht, wobei der schleppende Binnenkonsum von einem Anstieg der Exporte wettgemacht wurde. Im 4. Quartal verlangsamte sich das Wachstum aber auf 4,5% (nach 4,8% im 3. Quartal). Fast ein Drittel des BIP-Wachstums entfiel letztes Jahr auf die Nettoexporte, deren Anteil damit trotz der Spannungen aufgrund der US-Zölle so hoch war wie zuletzt 1997. China leidet jedoch nach wie vor unter einem schwachen Immobilienmarkt und einem verhaltenen privaten Konsum. Zugleich ist die Geburtenrate des Landes letztes Jahr auf ein Rekordtief gefallen, was langfristige strukturelle Probleme in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt unterstreicht.

Grafik der Woche

Die ZEW-Konjunkturerwartungen, die sich auf eine Befragung deutscher Finanzanalysten und Anleger stützen, ist im Januar deutlich und auf ihren höchsten Stand seit Juli 2021 gestiegen. Dies weckte Hoffnungen auf eine neue Dynamik, die von einem geplanten massiven Ausbau der Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben getragen wird. Die Auftragsbücher füllen sich, und die Industrieproduktion lag zum Jahresende 2025 deutlich über den Erwartungen. Zuversichtlich stimmt auch, dass sich die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage verbessert hat, wenn auch weniger stark. Ist es womöglich jetzt an der Zeit, stärker auf Deutschlands Potenzial zu vertrauen?

Wissenswert:

Schöpferische Zerstörung: Ein Prozess, bei dem neue Technologien und Innovationen etablierte Wirtschaftsstrukturen verdrängen, was kurzfristig Disruption hervorruft, letztlich aber Kapital und Arbeitskraft auf produktivere und wachstumsstärkere Tätigkeiten verlagert. Einem Bericht zufolge, den das Weltwirtschaftsforum während seines jährlichen Treffens in Davos veröffentlichte, wird schöpferische Zerstörung heutzutage „nicht so sehr von isolierten Durchbrüchen, sondern vielmehr aus der Kombination, Konvergenz und Verbindung verschiedener Technologien“ befeuert. Die nächste Welle technologischer Konvergenz werde unter anderem durch die Verlagerung der Robotertechnik von Fabriken auf bislang rein menschliche Arbeit angetrieben, so das Weltwirtschaftsforum.

Das bringt die Woche

Am Montag wird der vielbeachtete deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex bekanntgegeben. Am Mittwoch treffen sich die Bank of Canada und die Fed jeweils zum Zinsentscheid, wobei weithin davon ausgegangen wird, dass die Fed keine Zinsanpassung vornehmen wird. Ebenfalls am Mittwoch gibt die BoJ das Protokoll ihrer letzten Zinssitzung bekannt. Am Freitag veröffentlicht der Euroraum eine vorläufige Schätzung seines BIP-Wachstums im 4. Quartal sowie seine aktuelle Arbeitslosenquote.

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    AXA Investment Managers gehört seit Juli 2025 zur BNP Paribas Gruppe. Nach der Fusion von AXA Investment Managers Paris und BNP Paribas Asset Management Europe sowie deren jeweiligen Holdinggesellschaften zum 31. Dezember 2025 firmiert das fusionierte Unternehmen nun unter dem Namen BNP Paribas Asset Management Europe.