Take Two: EZB hält Leitzins angesichts rückläufiger Inflation konstant, Märkte volatil
Alles Wichtige auf einen Blick
Nachdem die Inflation von 2,0% im Dezember auf nur noch 1,7% im Januar zurückgegangen war, hat die Europäische Zentralbank ihren Leitzins bei 2% belassen. Zurückzuführen war die niedrigere Teuerung vor allem auf rückläufige Energiekosten. Allerdings sank auch die ohne Energie-, Lebensmittel-, Alkohol-, und Tabakpreise ermittelte Kerninflation – von 2,3% auf 2,2%. Die Bank of England (BoE) liess ihren Leitzins ebenfalls unverändert (bei 3,75%), wobei aber vier der neun Währungshüter für eine Senkung um 25 Basispunkte gestimmt hatten. Ihre Wachstumsprognosen für 2026 und 2027 senkte die BoE von 1,2% und 1,6% auf 0,9% und 1,5%. Die Reserve Bank of Australia hob ihren Leitzins dagegen erstmals seit über zwei Jahren an – um 25 Basispunkte auf 3,85%.
Nachrichten aus aller Welt
Die Märkte waren in der letzten Woche immer wieder volatil. Bedenken wegen der Folgen neuer Anwendungen künstlicher Intelligenz für etablierte Unternehmen und der Pläne zur Ausweitung von KI-Investitionen belasteten die Kurse von Technologieaktien. In der Woche bis zum Börsenschluss am Donnerstag verlor der technologielastige Nasdaq 5%. Der MSCI World NR gab um nur 2% nach.* Auch Gold, das in stürmischen Zeiten oft als sicherer Hafen gilt, verlor an Wert, verteuerte sich anschliessend jedoch wieder – wegen der schwachen US-Arbeitsmarktdaten und weil es zu neuerlichen Spannungen zwischen den USA und dem Iran kam. Der britische Standardwerteindex FTSE 100 stieg auf eine neues Allzeithoch.
*In US-Dollar gerechnet. Quelle: FactSet, Daten per 5. Februar 2026.
Zahl im Fokus: 53,0
Die US-Konjunktur hat sich im Januar belebt. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Dienstleistungssektor lagen im Plus. In der Gesamtmessung legte der Einkaufsmanagerindex von 52,7 Punkten im Dezember auf 53,0 zu, wobei Werte über 50 Wachstum signalisieren. Die japanische Wirtschaft war so stark wie zuletzt im Mai 2023. Hier stieg der Gesamtindex dank der höheren Industrieproduktion von 51,1 auf 53,1 Punkte. Im Euroraum kam es hingegen zu einem leichten Konjunkturabschwung auf ein 4-Monats-Tief. Der Gesamtindex für die Währungsgemeinschaft ging leicht von 51,5 auf 51,3 Punkte zurück, da die Auftragseingänge nur schwach stiegen und die Beschäftigung stagnierte.
Grafik der Woche
Der US-Dollar-Index (DXY) gibt den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus Währungen von Handelspartnern der USA wieder. Wenn der Dollar gegenüber den anderen Währungen abwertet, sinkt der Index. In den zwölf Monaten bis Januar ist er um 10% gefallen. Bei Anlegern ist eine Diversifizierung weg vom Dollar zu beobachten. Auslöser sind Bedenken wegen der Wirtschaftspolitik der US-Regierung, aber auch der Wunsch, Chancen ausserhalb der weltweit grössten Volkswirtschaft zu nutzen und ausgewogene Portfolios weiter zu diversifizieren.
Quelle: Bloomberg, BNP Paribas Asset Management; Februar 2026
Wissenswert:
Project Vault („Projekt Tresorraum“): Eine neue Initiative, mit der die US-Regierung eine Reserve kritischer Mineralien aufbauen möchte, um Hersteller vor Angebotsengpässen zu schützen und die US-Produktion zu unterstützen. Zunächst soll das Projekt mit einem Darlehen der Export-Import Bank der Vereinigten Staaten – der offiziellen Exportkreditagentur des Landes – über 10 Milliarden Dollar sowie mit privatem Kapital in Höhe von 2 Milliarden Dollar finanziert werden. Für den Aufbau dieses Vorrats sollen seltene Erden, Kupfer und Lithium gekauft werden, auch, um die Abhängigkeit von China zu verringern, das die Lieferketten einer Reihe kritischer Mineralien dominiert. Letzte Woche kündigten die USA, die Europäische Union und Japan zudem eine Zusammenarbeit mit dem Ziel an, ihre Lieferketten kritischer Mineralien widerstandsfähiger zu machen.
Das bringt die Woche
Am Mittwoch veröffentlicht China seine jüngsten Inflationsdaten, und die USA reichen verspätet aktualisierte Arbeitsmarktzahlen nach. Am Donnerstag kommt eine vorläufige Schätzung des britischen BIP-Wachstums im 4. Quartal heraus. Eine zweite Schätzung für den BIP-Zuwachs im Euroraum im 4. Quartal folgt am Freitag. Der vorherigen Schätzung zufolge ist die Wirtschaft der Region wie schon 3. Quartal um 0,3% gewachsen. Die US-Inflationsrate im Januar wird am Freitag veröffentlich. Im Dezember waren die US-Verbraucherpreise (wie bereits im November) um 2,7% p.a. gestiegen.
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