Take Two: IWF senkt Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft, Eurorauminflation höher als gedacht
Alles Wichtige auf einen Blick
Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum 2026 von den im Januar geschätzten 3,3% auf 3,1% gesenkt. Die IWF-Volkswirte wiesen darauf hin, dass der Nahostkrieg das Wachstum „aus der Bahn“ zu werfen drohe, hielten jedoch an ihrer Prognose von 3,2% für 2027 fest. Zugleich warnten sie, dass ein längerer Konflikt die Konjunktur in diesem Jahr auf rund 2% bremsen könnte. Allerdings sei auch ein stärkeres Wachstum denkbar, falls sich die von künstlicher Intelligenz ermöglichten Produktivitätsanstiege rascher einstellen. Unterdessen gab die Hoffnung auf ein Ende des Irankriegs den Aktienmärkten Auftrieb: Erstmals stieg der S&P 500 über 7.000 Punkte, und auch der NASDAQ sowie der japanische Nikkei 225 erreichten neue Allzeithochs.
Nachrichten aus aller Welt
Die Eurorauminflation ist von 1,9% im Februar auf 2,6% im März gestiegen und liegt damit über den vorab veranschlagten 2,5%. Auslöser des Teuerungsschubs waren vor allem die im Zuge des Irankonflikts rasant gestiegenen Energiepreise. Aktuell liegt die Inflation auf ihrem höchsten Stand seit Juli 2024 sowie erstmals in diesem Jahr über den von der Europäischen Zentralbank anvisierten 2%. Die Kerninflation, bei der Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak unberücksichtigt bleiben, ist von 2,4% im Februar auf 2,3% im März gesunken. Laut der jüngsten EZB-Prognose dürfte sich die Eurorauminflation im Gesamtjahr 2026 auf durchschnittlich 2,6% belaufen.
Zahl im Fokus: 5%
Chinas Wirtschaft ist im 1. Quartal 2026 um 5% gewachsen und hat damit sowohl die Analystenschätzung von 4,8% als auch die im Vorquartal verzeichneten 4,5% übertroffen. Wachstumstreiber waren höhere Exporte sowie das verarbeitende Gewerbe, die den schleppenden Konsum der Privathaushalte und die sinkenden Immobilieninvestitionen kompensierten. Kürzlich hatte die Volksrepublik ihr jährliches Wachstumsziel von zuvor „rund 5%“ auf 4,5%–5% gesenkt. Das ist der am wenigsten ambitionierte Plan seit 1991. Aufgrund der Abkühlung des Exportwachstums auf 2,5% ging der chinesische Aussenhandelsüberschuss im März auf das niedrigste Niveau seit über einem Jahr zurück. Die chinesischen Importe legten hingegen um gewaltige 27,8% zu – so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr.
Grafik der Woche
Seit der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Nahen Osten haben sich die Aktienmärkte merklich erholt. Die Renditen kurz laufender Anleihen bleiben allerdings hoch; so rentieren US-Treasuries mit zweijähriger Laufzeit noch immer bei rund 3,80%. Ausschlaggebend für die Renditen kurzfristiger Anleihen sind die Zinserwartungen. Angesichts gestiegener Energiepreise und des Inflationsschocks sind die Hoffnungen auf eine expansivere US-Geldpolitik im Jahr 2026 verflogen. Die Finanzierungsbedingungen werden derzeit gestrafft, sodass sich die Rahmenbedingungen für US-Verbraucher und -Unternehmen verschlechtern.
Wissenswert:
Super-El-Niño: Ein ungewöhnlich stark ausgeprägtes Klimaphänomen, das Extremwetterereignisse bewirken und die Temperaturen im kommenden Jahr weltweit auf Rekordwerte treiben könnte. El Niño ist die Erwärmungsphase der Meerestemperaturen im tropischen Pazifik – ein natürlich auftretendes Klimamuster, dessen Gegenstück in der Abkühlungsphase La Niña besteht. Während die El-Niño-Phase im Normalfall von einem Anstieg der Meeresoberflächentemperaturen um mindestens 0,5 °C oberhalb des langjährigen Mittels gekennzeichnet ist, steht eine „Super-El-Niño-Phase“ für eine Erwärmung um mindestens 2 °C – ein Ereignis, das Berichten zufolge seit 1950 nur wenige Male eingetreten ist.
Das bringt die Woche
Kanada veröffentlicht am Montag aktuelle Inflationsdaten. Am Dienstag werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für den Euroraum veröffentlicht, und Grossbritannien meldet seine Arbeitslosenzahlen. Britische Inflationsdaten folgen am Mittwoch. Am Donnerstag kommt eine Reihe vorläufiger Einkaufsmanagerindizes heraus, unter anderem für die USA, den Euroraum, Grossbritannien und Japan. Am Freitag schliesslich werden Inflationszahlen aus Japan sowie der vielbeachteten deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex erwartet.
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